Palindrom

Glossar Internet Services & Online Marketing

A

ABSCHÖPFUNGS-PREISPOLITIK

Abschöpfungs-Preispolitik In der Markt-Einführungsphase können bestimmte Produkte an kauffreudige und kaufkraftstarke Erstkunden (den Innovatoren) zu einem hohen Preis verkauft werden. Die Abschöpfungs-Preispolitik ermöglicht den Herstellern in vielen Fällen Entwicklungskosten für Produkte relativ rasch hereinzubringen. Ein typisches Beispiel für diese Preispolitik ist die Preisentwicklung bei der EDV-Hardware, insbesonders bei Prozessoren. Im Gegensatz zur Abschöpfungs-Preispolitik steht die Penetrations-Preispolitik.

AIDA-REGEL

AIDA-Regel AIDA ist die Abkürzung für Attention, Interest, Desire und Action. Diese klassische Vorstellung der Werbewirkung geht davon aus, daß vor der (Kauf)Handlung des Kunden dessen Aufmerksamkeit erregt werden muß, die dann zum aktiven Interesse und letztlich zum (Kauf)Wunsch führt. Die AIDA-Regel wurde ursprünglich für persönliche Verkaufsgespräche aufgestellt. Die Werbewirkungsforschung steht diesem Modell jedoch kritisch gegenüber, da es die psychologischen und sozialen Prozesse des Konsumverhaltens zu stark vereinfacht.

AJAX

("Asynchronous JavaScript and XML") Ein Konzept der asynchronen Datenübertragung zwischen einem Server und dem Browser, womit innerhalb einer HTML-Seite eine HTTP-Anfrage durchgeführt werden kann, ohne die Seite komplett neu laden zu müssen. Signifikant ist hierbei, dass nur gewisse Teile einer HTML-Seite oder auch reine Nutzdaten sukzessiv bei Bedarf nachgeladen werden.

API

(engl. für "application programming interface", also "Schnittstelle zur Anwendungsprogrammierung") Eine Programmierschnittstelle ist eine Schnittstelle, die von einem Softwaresystem, anderen Programmen zur Anbindung an das System zur Verfügung gestellt wird. Sie definiert nur die Verwendung der Schnittstellen auf Quelltextebene (im Gegensatz zu einer Binärschnittstelle (ABI)) Heutzutage stellen auch viele Internetdienste, wie z.B. amazon, ebay, youtube oder flickr APIs zur Verfügung.

Astroturfing

Public-Relations-Projekte (besonders im amerikanischen Sprachraum), die darauf abzielen, den Eindruck einer spontanen "Graswurzelbewegung" (also einer Initiative, die aus der Bevölkerung heraus, also „von unten”, entsteht) vorzutäuschen. Ziel ist dabei, den Anschein einer unabhängigen öffentlichen Meinungsäußerung über Politiker, politische Gruppen, Produkte, Dienstleistungen, Ereignisse usw. zu erwecken, indem das Verhalten vieler verschiedener und geographisch getrennter Einzelpersonen zentral gesteuert wird.

B

BEDARF

Bedarf ist vorhanden, wenn ein vorhandenes oder erwecktes Bedürfnis durch vorhandene und freie Kaufkraft zur Nachfrage nach konkreten Produkten wird. Im Bereich der Marktforschung und des Marketings ist streng zwischen Bedürfnis, Bedarf und Nachfrage zu unterscheiden. Zu den wichtigsten Bereichen der Marktforschung zählt die Bedarfsforschung.

BEDARFSSTEUERUNG

Bedarfssteuerung erfolgt durch die Schaffung von Bedürfnissen, die Steigerung des Bedarfs, z.B. durch Bedarfskomplexe. Klassische Elemente der Bedarfssteuerung sind Werbung, Öffentlichkeitsarbeit, Meinungsführer (Opinion Leader) und Bedarfsberater. Moderne Elemente sind z.B. Product-Placement und Trend-Scouts. Die Bedarfssteuerung ist von der Nachfragesteuerung (z.B. durch Preisgestaltung) zu unterscheiden.

BEDÜRFNIS

Bedürfnis Bedürfnisse entstehen aus dem subjektiven oder objektiven Empfinden eines Mangels, einer individuell oder sozial geprägten Zielsetzung oder eines affektiven Wunsches. Teilbare Bedürfnisse können nach und nach befriedigt werden (z.B. eine Haushaltsausstattung). Unteilbare Bedürfnisse müssen vollständig erfüllt werden (z.B. der Wohnraum). Skalierbare Bedürfnisse können nach und nach in Steigerungen erfüllt werden (z.B. die Qualität von einzelnen Posten der Haushaltsausstattung).

 Zu unterscheiden sind ferner wirtschaftlich bedeutende und unbedeutende Bedürfnisse, wobei allerdings zu beachten ist, dass viele vormals wirtschaftlich unbedeutende Bedüfnisse (z.B. mobile Telefonie) durch entsprechend attraktive Produkte (kleine, leichte und preiswerte Mobiltelefone) zu wirtschaftlich relevanten Bedürfnissen gemacht wurden. Die Bedürfnisse selbst lassen sich hierarchisch unterscheiden, siehe: Bedürfnishierarchie.

Best Practice

(betriebswirtschaftliches) Vorgehen, das bewährte und kostengünstige Verfahren, technische Systeme und Geschäftsprozesse einsetzt. Auch "Erfolgsmethode" genannt, jedoch passender als "bewährte Praxis" zu übersetzen

BLACK-BOX MODELL

Black-Box Modell. Eine gedankliche Konstruktion, die dabei hilft unbekannte Systeme als Ganzes zu erfassen. Ohne die inneren Vorgänge in der Black-Box zu betrachten, wird diese an Hand ihrer In- und Outputs in die erforderlichen Überlegungen integriert. Was innerhalb der Black-Box vorgeht, wird nicht beachtet. Black-Box Modelle sind alltägliche Vorgänge: Jeder Automechaniker verwendet z.B. Schmieröl für das Service von Autos, ohne Näheres über dessen komplexe Chemie zu wissen. Wissenschaftliche und technische Black-Box Modelle sind effizient nur in einer vertrauensbasierten, arbeitsteiligen Gesellschaft sinnvoll.

Blog

siehe Weblog

Blogmonitoring

Das gezielte Erfassen von bestimmten oder allen Blogs als Vorbereitung zur analytischen Auswertung oder zur zeitnahen Information über Neuigkeiten. Siehe auch Webmonitoring.

Blogroll

(oder "Blogrolle") Er bezeichnet eine Liste mit Links zu anderen Weblogs. Mit der Linkliste zeigt der Betreiber, welche Quellen er selber liest und trägt gleichzeitig zur Verknüpfung von Informationen bei.

bobi

("brand online buzz index") Der erste Online-Markenmonitor, der Verbrauchermeinungen im Internet (CGM, also Consumer Generated Media) in Bezug auf Markenimage, -bekanntheit (Awareness), -ranking, sowie den wichtigsten Themen der jeweiligen Branche in monatlichen Zyklen zielgruppenspezifisch auswertet. Bobi analysiert die Meinungsbildung zu über 500 der bekanntesten Marken in derzeit 25 Branchen.

bobr

Auf bobi aufbauende Analysedienstleistungen des Unternehmens ethority werden unter dem Kürzel bobr - brand online buzz research - zusammengefasst. Diese Leistungen enthalten im Einzelnen: - Die Brand Analysis, die das Potenzial einzelner Marken und entsprechende Kanäle für die Verbreitung im Web 2.0 ermittelt und darauf aufbauend Strategien zur Positionierung aufzeigt. - Die Market Segmentation, die zunächst den Status Quo der Marke im Wettbewerbsvergleich ermittelt und eine solide Grundlage für die themen-, wettbewerbs- und zielgruppenspezifische Positionierung bietet. - Die Reputation Analysis, welche auf der Basis einer Ist-Analyse der Online-Reputation Möglichkeiten und Strategien anbietet, um eine nachhaltige, positive digitale Reputation aufzubauen.

bobs

Auf bobi und bobr aufbauende Marketingdienstleistungen des Unternehmens ethority werden unter dem Kürzel bobs - brand online buzz solutions - zusammengefasst. Diese Leistungen enthalten im Einzelnen: - Den Brand Manager 2.0, der auf den Analyseergebnissen aufbauend Kampagnen zur Steigerung der Bekanntheit in der dazugehörigen Zielgruppe und der Platzierung von Themen in den zielgruppengerechten Medien startet. Die hierbei genutzten Web2.0-Formate, Podcasts, Blogs und andere wichtige Communities sind ideal als Instrument zur Kundenbindung geeignet. - Den Viral Generator, der in vorher ermittelten Kanälen und mit eruierten Themen das Ansteckungspotenzial von Ideen ausnutzt, um diese Ideen in der Zielgruppe zu manifestieren. - Den Global Buzz Master, für eine umfassende mehrsprachige Viralkampagne im Web2.0 unter Berücksichtigung aller kulturellen Gegebenheiten, sowie den dazupassenden Themen und Kanälen.

Brand Online Buzz Index

siehe bobi

Brand Online Buzz Research

siehe bobr

Brand Online Buzz Solutions

siehe bobs

Brand Research

Das gezielte Suchen nach Markennennungen, bzw. den Kontext, in dem diese stehen. So kann z.B. durch (telefonische) Befragungen einer Zielgruppe, aber auch mit Hilfe eines Webmonitorings festgestellt werden, wie Konsumenten über eine Marke denken. Mit Hilfe solcher Erkenntnisse können Produktportfolios, aber auch Verkaufs- und Marketingstrategien in optimale Bahnen gelenkt werden.

Branded Entertainment

Unterhaltungsformate im Web 2.0 (auch in anderen Medien), die offen erkennbar von einem Unternehmen gesponsert bzw. finanziert werden. Es ist besonders wichtig, diese Formate von Astroturfing abzugrenzen, wo der Sponsoring-Hintergrund und damit das Fremdinteresse nicht offen erkennbar sind.

Branding

(hier als Begriff aus dem Marketing) Prozess der Verknüpfung von Produkten, Dienstleistungen oder Personen (Personenmarken) mit der Marke selbst. Primäres Ziel ist hierbei die klare Abgrenzung zur direkten Konkurrenz. (vgl. "Markenführung")

Browser

(auch "Webbrowser"): Programm zum Betrachten von Webseiten im Internet (engl.: to browse = stöbern). Mit Hilfe eines Browsers lassen sich zudem Grafiken darstellen, verschiedenste Medien, wie Musikdateien oder Internetradio abspielen, sowie Datein herunterladen.

Buzz

(englisch für "Klatsch", "Gerücht" oder "Stimmengewirr") Die Gesamtheit aller Kommentare, die bezüglich eines bestimmten Produkts zu jedweder Zeit zwischen themenaffinen Personen geäußert werden. In Zeiten des Web 2.0, in denen sich Konsumenten über Internetforen oder Weblogs problemlos und für jedermann zugänglich über ihre Erfahrungen und Meinungen zu Produkten oder Dienstleistungen austauschen können, erkennen neben den Konsumenten auch Unternehmen zunehmdend die Wichtigkeit des "Buzz", um sich ein Bild dieser Meinungen zu machen und diese als Verbesserungsansatz zu nutzen.

C

C++

Eine der verbreitetsten und (industriell) bedeutendsten Programmiersprachen. C++ wird in praktisch allen Bereichen der Programmierung benutzt. Eines der Haupteinsatzgebiete ist die Systemprogrammierung. Typische Anwendungsfelder sind Betriebssysteme, eingebettete Systeme, virtuelle Maschinen, Treiber und Signalprozessoren.

C2C

(für "Consumer-To-Consumer") (Elektronische) Kommunikationsbeziehungen zwischen Privatpersonen, als klar abgegrenzte Kategorie zu jenen Beziehungen zu Unternehmen oder Behörden. Vor allem bei Produkttest- und Handelsplattformen, wie z.B. ciao.de oder ebay, aber auch in Onlineforen und Weblogs spielen C2C-Relations eine zunehmend größer werdende Rolle. Durch den Meinungs- und Erfahrungsaustausch der Konsumenten bezüglich jeglicher Produkte und Dienstleistungen können sich potenzielle Konsumenten ein "objektives" Bild für ihre Kaufentscheidung machen. Ferner kann man beobachten, dass auch Unternehmen zunehmdend die Wichtigkeit des sog. "Buzz" erkennen, um sich ein Bild der Konsumentenmeinungen zu machen und diese als Verbesserungsansatz zu nutzen.

CMS

siehe Content-Management-System

COMPLEX MAN

Complex Man Theorie Menschenbild, welches den Homo Oeconomicus der Wirtschaftswissenschaft und den Homo Socialis der Sozialwissenschaften zu verbinden sucht. Die Complex Man Theorie bildet für die Systemanalyse und Marktforschung eine geeignete Grundlage, um soziales Verhalten und Marktverhalten umfassender bewerten zu können.

Consumer Insight

Wissen über das Verhalten von Konsumenten, also die Erfassung derer Bedürfnisse, Gewohnheiten, Einstellungen, Motive und Erwartungen bezüglich einer Marke. Dieses Wissen bietet essentielle Entscheidungshilfen für die Entwicklung und womöglich die Überarbeitung bereits bestehender Marketingstrategien.

Content

(eng. für "der Gehalt" oder "der Inhalt") Der Begriff wird in der deutschen Sprache zur Beschreibung von medialen Inhalten verwendet. Dieser Anglizismus wird hierbei seltener auf klassische Printmedien, als vielmehr auf elektronische Medien, insbesondere Neue Medien angewendet.

Content-Management-System

Programm, das die gemeinschaftliche Erstellung und Bearbeitung des Inhalts von Text- und Multimedia-Dokumenten ermöglicht und organisiert (disese digitalen Informationen werden heute oft als Content bezeichnet). Web-Content-Management-Systeme haben ferner die Aufgabe, das Zusammenspiel zwischen den Benutzern und der Website zu steuern (bestenfalls auch ohne Programmierkenntnisse, wie HTML oder XML)

CORPORATE ATTITUDE

Corporate Attitude Element der Unternehmenskultur. Beschreibt das Verhalten und die Wertmaßstäbe aller Personen eines Unternehmens untereinander, sowie gegenüber Kunden und Lieferanten, aber auch Umwelt, Staat, Kommunen. Die Corporate Attitute ist wesentliches Element des Images, das ein Unternehmen hat.

CORPORATE COMMUNICATIONS

Corporate Communication bedeutet die einheitliche Ausrichtung aller Kommunikationsvorgänge eines Unternehmens gegenüber der Öffentlichkeit. Dazu zählen Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Public Relations. Die Coorporate Communication wird durch ein einheitliches Erscheinungsbild (Corporate Design) getragen.

Corporate Blog

Weblog eines Unternehmens, das gebrandet ist (d.h. dass der Blog z.B. das Logo des Unternehmens trägt oder auf anderem Wege seine Zugehörigkeit demonstriert). Sie werden für die interne, als auch für die externe Kommunikation genutzt.

CORPORATE CULTURE

Corporate Culture der Begriff der Unternehmenskultur umfaßt die Summe aller materiellen Güter und immateriellen Werte eines Unternehmens, sowie das Verhalten eines Unternehmens gegenüber Mitarbeitern und gesamter Umwelt. Die Ausprägung der Corporate Culture wird im Spannungsfeld Sachen-Menschen-Sinn deutlich.

CORPORATE DESIGN

Corporate Design bezeichnet die einheitliche optische und grafische Gestaltung des Unternehmens durch Marke, Design, Layout und Architektur. Davon betroffen sind im Idealfall alle Produkte, Verkaufsstellen, Werbemittel, Prospekte, Schriftstücke, Visitkarten und alle anderen Möglichkeiten der Umwelt, wiedererkennbare Symbole und Signale zu übermitteln. Sinn des Coorporate Designs ist es, der Umwelt möglichst häufig und eindeutig wiedererkennbare Signale zu geben. Gleichzeitig sollen mit diesen Signalen Informationen über Unternehmenseigenschaften übermittelt werden.

Corporate Identity

(oder "Unternehmensidentität", "Firmenpersönlichkeit") Der „Charakter“ einer Organisation, der als Akteur mit quasi menschlichen Eigenschaften handelt und wahrgenommen wird. Das Konzept der "CI" beruht auf der Idee, dass Unternehmen wie Persönlichkeiten wahrgenommen werden und ähnlich wie solche handeln. Idealerweise umfasst die "CI" die Unternehmensphilosophie, das Leitbild, die Begrifflichkeiten, die Handlungsrichtlinien, den Namen, das Logo, weitere visuelle Zeichen, ggf. akustische Zeichen sowie alle weiteren Unterscheidungs- und Alleinstellungsmerkmale, sowie, falls vorhanden, das besondere Versprechen des Unternehmens als Marke.

CROSS SELLING

Cross Selling ist eine ursprünglich aus dem Bankwesen stammende Verkaufsstrategie, die darauf abzielt, Kunden für weitere Angebote eines Güter- oder Dienstleistungsangebotes zu gewinnen. Bietet sich vor allem beim Angebot komplementärer Güter an.

CROWDSOURCING

Crowdsourcing (ein Kunstwort aus Crowd und Outcourcing) beschreibt das Auslagern von Unternehmensaufgaben an ein Netz aus externen Freiwilligen. Beispielsweise kann dazu eingeladen werden, eine neue Software oder ein neues Corporate Design zu entwickeln. Markenliebhaber nehmen sich dann der Aufgabe an und lösen sie in einem kollektiven Entstehungsprozess. Das Crowdcourcing wird zumeist über das Internet koordiniert, um dort eine breite Masse zu erreichen und die Verteilung der Arbeiten zu vereinfahen.

CSS

"Cascading Style Sheets" werden im moderen Webdesign zur Trennung von Inhalten und dem Design benutzt. Demzufolge stehen im HTML-Code die Inhalte, wohingegen Stylesheet-Angaben die Gestaltung einer Page definieren. Dadurch werden Designprogrammierungen zentral definierbar, was des Weiteren schnellere Ladezeiten zur Folge hat, da die einzelnen HTML-Seiten schlanker werden und die zentrale .css Datei nur einmal geladen werden muss.

D

Deep Web

(auch: "Invisible Web", bzw. "Verstecktes Web") Derjenige Teil des Internet, der bei einer Recherche nicht über klassische Suchmaschinen auffindbar ist. Es besteht zu großen Teilen aus themenspezifischen Datenbanken und Webseiten, die erst durch Anfragen dynamisch aus Datenbanken generiert werden. (Gegenbegriff: "surface web")

DEMOSKOPIE

Demoskopie (griech.: Volksbeschau, der Begriff wurde jedoch 1946 in den USA geprägt) Allgemeine Bezeichung für Meinungsforschung, in der Praxis vorwiegend durch Umfragen. Mit Hilfe psychologischer Untersuchungsmethoden und statistischer Auswertungsverfahren werden Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung untersucht und analysiert. Tatsächlich beschränken sich demoskopische Verfahren jedoch nicht auf das weithin verbreitete Instrument der Befragung. Weitere, wichtige Instrumente sind beispielsweise Beobachtung sowie Text- und Inhaltsanalysen.

Digitale Reputation

Die Summe der aus digitalen Quellen zusammengetragenen Einzelerwartungen und -erfahrungen bezüglich der Vertrauenswürdigkeit und der Kompetenz eines Unternehmens oder einer Person. Sie ist ähnlich definiert, aber um einiges brisanter einzuschätzen als die allgemeine Reputation, da die im Internet gesammelten Äußerungen, Meinungen, Erfahrungsberichte etc., die eine Reputation ausmachen, von einem Unternehmen selbst, sowie von allen Stakeholdern für jeden Interessenten verfügbar sind.

Digitales Marketing

Oberbegriff für Online-Marketing, Suchmaschinenoptimierung und -Marketing, E-Mail-Marketing, Mobile-Marketing, Affiliate-Marketing, Performance-Marketing, Permission Marketing etc.

DNS

("Domain Name System") Eine weltweit auf tausende von Servern verteilte hierarchische Datenbank, die den Namensraum des Internets verwaltet. Hauptsächlich wird das DNS zur Umsetzung von Domainnamen in IP-Adressen ("forward lookup") benutzt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst. Dadurch dass sich Menschen Namen weitaus besser merken können, als Zahlenkolonnen, bietet DNS eine immense Vereinfachung für den User. So kann man sich den Domainnamen www.ethority.de weitaus einfacher merken, als die dazugehörende IP-Adresse 85.214.53.247.

E

EINKOMMENSELASTIZITÄT

Einkommenselastizität Kennzahl, welche die Veränderung der Nachfrage nach einem Gut bei einer Veränderung der Einkommen beschreibt. Die Einkommenselastizität ist 1, wenn die Nachfrageänderung gleich der Einkommensänderung ist. Ist die Nachfrageänderung größer als die relative Einkommensänderung, gilt E>1, die Nachfrage ist in Bezug auf das Einkommen elastisch. Im umgekehrten Fall gilt: Ist die Nachfrageänderung kleiner als die relative Einkommensänderung, gilt E<1. In diesem Fall ist die Nachfrage in Hinblick auf das Einkommen unelastisch.

F

FOAF

"Friend of a Friend" ist ein Projekt zur digitalen Modellierung sozialer Netzwerke, also ein Internet-Standard, um Menschen und ihre Beziehungen untereinander in einer maschinen-verständlichen Form zu beschreiben. Sinn und Zweck ist es, dass in einem FOAF-Dokument Angaben über eine Person zusammengetragen werden (u.a. Name, Alter, Geschlecht, E-Mail-Adresse, Adresse der privaten und beruflichen Website, Weblog-Adresse, ICQ-/Jabber-/AIM-IDs, Beruf usw.) und dazu der Person bekannte Menschen genannt werden. Sobald mehrere Personen diese FOAF-Dokumente veröffentlichen, z.B. im WWW, können die FOAF-Dokumente aufeinander verweisen. Eine Software kann diese FOAF-Dokumente auswerten, die sozialen Beziehungen analysieren und z.B. visualisieren.

Folksonomy

(auch: "Gemeinschaftliches Indexieren" oder engl. "collaborative tagging" oder "social tagging") Eine Form der Indexierung (meist als "tagging" bezeichnet), bei der Deskriptoren/Schlagwörter ("tags") durch eine größere Gruppe und mit Hilfe verschiedener Arten Sozialer Software zugeordnet werden. Indexierte Objekte sind beispielsweise Lesezeichen (Soziale Lesezeichen), Blogeinträge oder Fotos. Die durch gemeinschaftliches Indexieren erstellten Sammlungen von Tags werden als Folksonomies (von "folk" (Leute) und "taxonomy" (Taxonomie), also etwa "Klassifizierung durch die Leute") bezeichnet.

Forum

siehe Webforum

FREIE GESPRÄCHE

Freie Gespräche (auch: Offene Interviews, Tiefeninterviews) Im Freien Gespräch ist der Interviewer nicht an bestimmte Frage und der Respondent nicht an vorgegebene Antwortschemata gebunden. Die Vorgabe des Interviews beschränkt sich auf ein Thema und einen Gesprächsleitfaden.

Diese Interviewform, die vorwiegend von der tiefenpsychologischen Marktforschung eingesetzt wird, hat gegenüber geschlossenen Fragestellungen den Vorteil, dass neue und bislang nicht bekannte Aspekte erkannt werden können.  Aus diesem Grund werden offene Interviews oft im Vorfeld standardisierer Umfragen durchgeführt, um latente Bedürfnisse, Friktionen und Trendentwicklungen zu einem frühen Zeitpunkt zu erkennen oder qualitativ noch unbekannte Faktoren zu erforschen.

FREMDIMAGE

Fremdimage korrekte Bezeichnung für den allgemein gebräuchlichen Begriff „Image“, d.h. die Vorstellung, bzw. das Bild über ein bestimmtes Unternehmen, Produkt oder von Personen aus der Sicht anderer Personen. Das Fremdimage ist das Gegenstück zum Eigenimage (der Sicht, die jemand von sich selbst hat). Im Marketing ist das (Fremd)Image ein wichtiges Element der Positionierung und des Markterfolges von Marken, Produkten und Unternehmen, in Zusammenhang mit Public Relation und Werbung auch von Personen (Unternehmensrepräsendanten, Testimonials). In der qualitativen Marktforschung wird das Image (genauer: das Fremdimage) sowohl durch direkte Befragung (z.B. Eigenschaftszuordnung, Skalenbewertung...) als auch durch tiefenpsychologische Methoden (z.B. Tiersymbole, Farben, bekannte Persönlichkeiten...) untersucht und ein vorhandenes Imageprofil aufgezeigt.

Future Lead

Verbraucher, die sich aktuell nicht in einem Kaufentscheidungsprozess befinden, aber für die nächste Anschaffung das in Frage stehende Produkt (oder die Dienstleistung) in Erwägung ziehen.

G

GELTUNGSBEDÜRFNIS

Geltungsbedürfnis Bezeichnung für das Streben des Individuums nach sozialer Anerkennung. Diese wird in Form von Anerkennung von Persönlichkeit oder Leistung, Respekt, Beifall, Achtung, Verehrung, Lob, Ruhm oder auch Neid kommuniziert und für den Menschen sichtbar. Das Geltungsbedürfnis ist ein Element der Überlebensstrategie sozialer Gruppen und für das Bestehen einer Leistungsgesellschaft unumgänglich, kann aber, sofern es sich als Wert an sich verselbständigt, kontraproduktiv wirken und zu individual- und gruppenpsychologischen Störungen führen. In der Motivforschung ist das Geltungsbedürfnis eine häufig anzutreffende Triebkraft, die über den Erwerb von Gütern entscheidet. Dabei steht nicht die Notwendigkeit des eigentlichen Produktnutzens im Mittelpunkt des Kaufentscheides, sondern dessen sozialer Mehrwert. Während das Geltungsbedürfnis bei Ver- und Gebrauchsgütern nur eine bedingte Rolle spielt, überwiegt bei Konsum- und Luxusgütern der soziale Mehrwert einer Kaufentscheidung oft den faktischen Gebrauchsnutzen. Die Motivforschung untersucht deshalb jene Faktoren des Geltungsbedürfnisses, die über Kauf oder Nichtkauf entscheiden und bereitet sie für die Produktbewerbung auf. Dabei sind die unterschiedlichen Ausprägungen des Geltungsbedürfnisses verschiedener Zielgruppen streng zu unterscheiden, da es zu Zielkonflikten kommen kann (der Zielwert des Geltungsbedürfnisses der Gruppe A ist ein Unwert für die Gruppe B usw.)

Gemeinschaftliches Indexieren

siehe folksonomy

GLEICHGEWICHTSPREIS

Gleichgewichtspreis bezeichnet jenen Preis für eine Ware oder Dienstleistung, bei der angebotene und nachgefragte Menge gleich sind. Der Gleichgewichtspreis ermöglicht den optimalen Mengenumsatz im Sinne des Anbieters. Der optimale Mengenumsatz fällt nicht notwendigerweise mit dem optimalen Kapitalumsatz oder Gewinn zusammen. Siehe auch: Penetrations-Preispolitik und Abschöpfungs-Preispolitik.

H

HALO-EFFEKT

Der Halo-Effekt beschreibt eine verbreitete Wahrnehmungsverzerrung bei der Einschätzung von Menschen (z.B. ihrer Kompetenz, Qualifikation...). Nach Thorndike wirkt der Halo-Effekt in Folge einer Überstrahlung eines herausragenden Merkmals über andere beobachtbare, aber normal ausgeprägte Merkmale. Diese Überstrahlung durch ein besonders positiv oder negativ ausgeprägtes Merkmal bewirkt, dass andere Merkmale tendenziell positiver oder negativer beurteilt werden.

Harvester

Harvester (englisch für Erntemaschinen oder Mähdrescher) sind Spider/Crawler, die den Quelltext (wie ein Kornfeld) durchkämmen, um bestimmte Informationen, wie den User-Generated-Content oder auch Mailadressen zu extrahieren. Sie halten sich dabei an zuvor definierte Quelllinks und die dazugehörigen Linkstrukturen, um möglichst selektierte und dadurch spezifische Ergbenisse zu erzielen.

Hawthorne Effekt

Im Rahmen eines Versuchs der Harvard Business School 1930 in Hawthorne,IL wurde der Einfluss von entgegengebrachter Wertschätzung auf die Motivation von Arbeitern festegestellt. Egal welchen Faktor man auf welche Weise änderte, die Produktivität der Teilnehmer stieg. Die Erklärung wurde darin gefunden, dass die teilnehmenden Arbeiter fühlten, dass man sie für wichtig erachtete und dass sie auf diese Weise Einfluss auf die Verhältnisse nehmen konnten. Diesen Effekt bezeichnet man als Hawthorne Effekt. Heutzutage spielt dieser Effekt im Marketing eine große Rolle, insbes. im sog. Trial Seeding. Man schickt einer bestimmten Gruppe von Verbrauchern ein neues Produkt zum Test, meist in Verbindung mit einem Fragebogen. Informationen zu dem neuen Produkt zu bekommen, ist allerdings nur Nebenzweck. Der Hauptzweck besteht darin, den Teilnehmern eine gewisse Wertschätzung entgegen zu bringen (eben dass sie an dem Test teilnehmen dürfen, dass ihre Meinung gefragt ist), um damit ihre Bindung zur Marke zu vergrößern. Ein Ziel ist z.B. dass diese Teilnehmer gern, viel und besonders positiv über die Marke und das neue Produkt reden und im Internet schreiben.

Homepage

NUR die Startseite einer Website

Host

(englisch für "Wirt" oder "Gastgeber") Nennt man in der Informationstechnik einen Computer innerhalb eines Netzwerks, auf dem (ein oder) mehrere Server betrieben werden. Aus diesem Zusammenhang heraus werden Hosts oftmals als Server bezeichnet.

Hosting

siehe Webhosting

HTML

(Abkürzung für "Hypertext Markup Language", oft auch kurz als "Hypertext" bezeichnet) Eine textbasierte Auszeichnungssprache zur Darstellung von Inhalten wie Texten, Bildern und Hyperlinks in Dokumenten. HTML-Dokumente sind die Grundlage des World Wide Web und werden mit HIlfe von Webbrowsern dargestellt. Neben den vom Browser angezeigten Inhalten einer Webseite enthält HTML auch zusätzliche Angaben in Form von Metainformationen, die z. B. über die im Text verwendete Sprache oder den Autor Auskunft geben oder den Inhalt des Textes zusammenfassen.

Hyperlink

(auch kurz "Link" - engl. für "Verknüpfung", "Verbindung" oder "Verweis") Ein Verweis auf eine andere Seite, bzw. ein anderes Dokument. Folglich ist ein Dokument mit einem anderen „verlinkt“, wenn es mindestens einen Hyperlink enthält, der auf das andere zeigt. Das Konzept von (Hyper-)Links entspricht funktional dem Querverweis oder der Fußnote aus der konventionellen Literatur, bei der das Ziel des Verweises allerdings in der Regel manuell aufgesucht werden muss.

Hypertext

Ein multi-lineares Informationskonstrukt, dessen netzartige Struktur durch logische Verbindungen (Hyperlinks) zwischen Informationsquellen (z.B. Webseiten bzw. deren relevanten Texten oder Textteilen) hergestellt wird. Dieses Glossar besteht auch aus Hypertexten, da einzelne Erläuterungen z.T. in weiterführender Weise zu anderen verlinkt sind.

I

INTERACTIVE

Die Möglichkeit, in ein Geschehen eingreifen zu können und dieses aktiv mitzugestalten. Bedingung dafür ist ein kommunikativer Rückkanal. Gewinnt zunehmend an Bedeutung, da der moderne Kunde nicht mehr als passiver Empfänger von Botschaften sondern als aktiver Mitgestalter gesehen werden will.

Internetforum

siehe Webforum

Internetmonitoring

siehe Webmonitoring

IP-Adresse

Ein multi-lineares Informationskonstrukt, dessen netzartige Struktur durch logische Verbindungen (Hyperlinks) zwischen Informationsquellen (z.B. Webseiten bzw. deren relevanten Texten oder Textteilen) hergestellt wird. Dieses Glossar besteht auch aus Hypertexten, da einzelne Erläuterungen z.T. in weiterführender Weise zu anderen verlinkt sind.

J

Java

Eine objektorientierte und plattformunabhängige Programmiersprache, deren Grundlagen in der ersten Hälfte der 1990er Jahre von "Sun Microsystems" entwickelt worden sind. Die Syntax von Java lehnt sich stark an C++ an, obwohl sich die Sprache selbst in vielen Punkten unterscheidet. Java-Programme werden in "Bytecode" übersetzt und dann in einer speziellen Umgebung ausgeführt, die als Java-Laufzeitumgebung oder Java-Plattform bezeichnet wird. Deren wichtigster Bestandteil ist die Java Virtual Machine (Java-VM), die die Programme ausführt, indem sie den Bytecode interpretiert.

K

L

Lead

Im Affiliate-Marketing des WWW bezeichnet Lead eine vordefinierte Transaktion, die durch den Nutzer des Affiliate-Links zu vollziehen ist, z.B. Teilnahme an Umfragen oder Anmeldung Newsletter etc. Nur bei Vollzug dieser Aktion erfolgt eine Vergütung an den Affiliate-Partner. Im Marketing meint Lead die erfolgreiche Kontaktanbahnung eines Anbieters zu potenziellen Interessenten. Allgemein kann unter Lead ein Verbraucher, der sich in einem Kaufentscheidungsprozess befindet, verstanden werden.

Link

siehe Hyperlink

M

Marke

siehe Markenführung

Markenführung

Unter Markenführung oder Markenmanagement (engl.: Branding) versteht man die Entwicklung und die Betreuung einer Marke und seines Namens. Hauptziel ist es, das eigene Produkt (zum Beispiel „Coca-Cola“) von den Produkten der Konkurrenz („Pepsi-Cola“, „Afri-Cola“) abzuheben. Ein allgemein etablierter Markenartikel hat in jedem Fall einen höheren Wiedererkennungswert als ein „No-Name-Produkt“ und wird dadurch auch häufiger gekauft. Außerdem suggeriert eine bekannte Marke oftmals eine höhere Qualität und weckt folglich mehr Vertrauen in den Köpfen der Endverbraucher. Hat eine Marke einmal solch einen Status erreicht, verzeichnen diese Unternehmen nicht selten eine erhebliche Gewinnmaximierung.

Markenmonitoring

Optimalerweise die Symbiose einer vielseitig einsetzbaren Monitoring-Technologie und eines interdisziplinären Spezialistenteams, welches relevante (und im Internet verfügbare) Informationen auswertet, um Chancen für Marketing- und Kommunikationsprozess aufzuzeigen. Des Weiteren kann über die Risiken und Gefahren für die Integrität und die Sicherheit eines Unternehmens und seiner Marke aufgeklärt werden. In spezifischen Studien können somit beliebige Zielgruppen analysiert und Handlungsansätze für den Verkaufsprozess oder die Produktentwicklung aufgezeigt werden.

Marktforschung 2.0

Die Ideen der klassischen Marktforschung werden hierbei auf das Web2.0 und die daraus resultierenden Analysemöglichkeiten des Consumer Generated Content projiziert. In der Praxis wird dies durch die Auswertung des Buzz in Blogs und Internetforen realisiert.

Marktsegmentierung

(Im Marketing) Die Aufteilung eines heterogenen Gesamtmarktes in homogene Marktsegmente (also Käufergruppen). Diese können nach unterschiedlichen Faktoren erstellt werden - bei Konsumgütern z.B. Alter, Geschlecht, Beruf, etc., sodass sie möglichst gleichartige Reaktionen auf die Marketing-Instrumente und Verhaltensweisen des Unternehmens aufweisen und so eine möglichst differenzierte Marktbearbeitung ermöglichen. Voraussetzung für die Marktsegmentierung ist die (sachliche, räumliche und zeitliche) Marktabgrenzung. Hierbei geht es insbesondere darum, verschiedene Kundengruppen (Zielgruppen) mit geeigneten Kommunikationsinstrumenten und den entsprechenden Distributionskanälen anzusprechen.

Mashup

(engl. für "Vermanschung"): Die Erstellung neuer Inhalte durch die (Re-)Kombination/Vermischung bereits bestehender Inhalte. Mashups werden als ein wesentliches Beispiel für das Neue an Web 2.0 angeführt: so werden z.B. Inhalte des Webs, wie Text, Daten, Bilder, Töne oder Videos "collageartig" neu kombiniert. Eine besonders große Anzahl an Mashups verknüpft dabei geographische Daten, beispielsweise von Google Maps, mit anderen Inhalten wie Fotos oder Kleinanzeigen.

Meme

Meme sind das kulturbezogene Äquivalent zu Genen, die sich entsprechend der Darwin'schen Theorie der natürlichen Selektion (Dominanz des Stärkeren/am besten Angepassten) weitervererben. Es sind dominante Ideen oder Verhaltensweisen, die mit größerer Wahrscheinlichkeit von anderen übernommen werden. Im viralen Marketing haben Meme eine besonders große Bedeutung, da es hierbei primär darum geht, Ideen zu verbreiten.

Metrics

siehe Metrik

Metrik

ein System von Kennzahlen oder ein Verfahren zur Messung einer quantifizierbaren Größe.

Metriken für Internet-Marketing

Netzmetriken für Internet-Marketing sind Systeme von Kennzahlen, die durch den Abruf von Dateien durch den User entstehen und online mit Hilfe bestimmter Software ermittelt werden.

MITLÄUFEREFFEKT

Mitläufereffekt (bandwagon effect) Bestimmte Konsumentengruppen kaufen Produkte erst dann, wenn sie diese Produkte bei anderen Personen in Gebrauch sehen. Dadurch versuchen sie mit anderen Personen Schritt zu halten, um ihre soziale Stellung zu bewahren

N

NACHFRAGEFUNKTION

Nachfragefunktion Abhängigkeit, zwischen nachgefragater Menge und Preis eines Produktes. Normalerweise steigt die Nachfrage mit fallendem Preis überproportional an.

NACHHALTIGKEIT (SUSTAINABILITY)

Nachhaltigkeit (Sustainability) Selbsttragende Dauerhaftigkeit eines Systemelementes innerhalb seines umgebenden Gesamtsystems. Ein System(teil) ist dann nachhaltig, wenn er in einen Systemkreislauf offen eingebunden ist, d.h. dem System ebensoviele Ressourcen entnimmt, wie er diesem wieder zurückgibt und dabei die Stabilität des Gesamtsystems bewahrt. Eine nachhaltige Entwicklung bezeichnet daher kein Wachstum ohne Grenzen, sondern eine Entwicklung durch ständige Innovation.

Newsgroups

Virtuelle Diskussionsforen im Internet, in denen zu jeglichen Themenbereichen Textbeiträge (auch Nachrichten, Artikel oder "Postings" genannt) ausgetauscht werden. Veröffentlicht ein Benutzer einen Artikel in einer Newsgroup, so wird dieser an einen Newsserver gesendet. Dieser kann den Artikel dann seinen Benutzern zur Verfügung stellen und an andere Server weiterleiten, die ihn wiederum ihren Benutzern zur Verfügung stellen. Weltweit existieren seit Jahrzehnten verschiedene News-Systeme. Das bekannteste ist dabei das Usenet, das eine Vielzahl von Newsservern weltweit verbindet. Oft sind Newsgroups aber auch rein regional verteilt, oder werden in Intranets zur Verfügung gestellt. Der Zugriff auf Newsgroups erfolgt über spezielle Computerprogramme, die man Newsreader nennt, oder über Webschnittstellen wie Google Groups. Oft sind Newsreader als Teilprogramm in allgemeinen E-Mail-Programmen enthalten.

O

OPEN INNOVATION

Unter Open Innovation versteht man die Öffnung von Forschungs- und Entwicklungsprozessen in Unternehmen hin zu einer aktiven Einbeziehung externer Wissensquellen. Damit kann strategisch das Innovationspotenzial vergrössert und der wachsende Wettbewerbsdruck der Globalisierung posotiv genutzt werden.

Open Source

(auch: "Quelloffenheit"): Es gibt keine Nutzungsbeschränkungen. Folglich besteht die Möglichkeit, einen Einblick in den Quelltext eines Programms zu haben, sowie die Erlaubnis, diesen Quellcode auch beliebig weiterzugeben oder zu verändern.

Open Source Community

Die Gruppe von Individuen, die zu einem Open-Source-Projekt Beiträge leisten. Als "Redaktion" und "Moderation" eines Open-Source-Projekts fungiert ein sog. Maintainer, der dafür sorgt, dass die Beiträge optimal zusammenwirken und die jeweils besten sich durchsetzen.

Opinion Leader

Besonders gut vernetzte und innerhalb ihrer Netzwerke respektierte Menschen bezeichnet man als Opinion Leader oder Meinungsbildner. Ihre Stellung ist für das Word of Mouth Marketing zentral, da von ihnen die höchste Potenzierung der Botschaft zu erwarten ist. Meme verbreiten sich durch diese Menschen mit größerer Wahrscheinlichkeit weiter, weshalb man Opinion Leader besonders oft für Seeding Trials heranzieht. Oft sind Opinion Leader auch eine besonders Wichtige Verbindungsstelle zur Zielgruppe. Die berühmten Post-it Notes von 3M wurden vor allem deshalb zum Erfolg, weil man die Assistentinnen und Sekretärinnen von Geschäftsführern als Opinion Leader erkannte und sie mit Produktproben ausstattete.

P

PageRank

Das wohl wichtigste, jedoch auch das am häufigsten missverstandene Fachwort der Suchmaschinenoptimierung. Irrtümlicherweise leiten die meisten User hierbei vom Begriff “Page” (englisch für "Seite") ab. Der Begriff PageRank entstand jedoch tatsächlich duch Larry Page, einem der Chefs von Google, der den PageRank-Algorithmus massgeblich mitentwickelt hat. Der PageRank ist eine Zahl zwischen 0 und 10, mit der Google die “Wichtigkeit” einer Seite bewertet. Im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen verlässt sich Google bei der Bewertung einer Seite nicht nur auf die Linkpopularität (Menge der einkommenden Links), sondern berücksichtigt bei jedem dieser einkommenden Links auch die Wichtigkeit der Seite dahinter. Diese Wichtigkeit wird wiederum aus den Links, die auf diese Seite zeigen, berechnet.

PENETRATIONS-PREISPOLITIK

Penetrations-Preispolitik Preispolitik, bei der ein niedriger Preis angesetzt wird, um einen möglichst hohen Kaufanreiz zu bieten und um so in kurzer Zeit eine hohe Marktdurchdringung zu erzielen. Wird oft bei der Neueinführung eines Produktes bei bestehenden, starken Konkurrenzangeboten gewählt, um die Markteintrittsbarrieren (siehe Marktzugang) zu verringern.

ping

Ein Computerprogramm, mit dem überprüft werden kann, ob ein bestimmter Host in einem IP-Netzwerk erreichbar ist und vor allem, welche Antwortzeit er besitzt.

Podcast

Audio- oder Videodateien, die über das Internet (meist kostenlos) zugänglich sind und i.d.R. einer Serie von Medienbeiträgen (Episoden) angehören. (Der Begriff setzt sich aus iPod und Broadcasting (engl. für „Rundfunk“) zusammen)

Posting

Eine Mitteilung innerhalb einer Newsgroup oder eines Forums, die optional mit einer Signatur versehen werden kann. Grundsätzlich können Postings mit E-Mails verglichen werden. Da sie allerdings mehreren Benutzern gleichzeitig zugänglich sind, sollte man sie jedoch eher mit Mitteilungen an einem "digitalen schwarzen Brett" vergleichen. Jemand "postet" eine Nachricht und genauso kann jeder im Gegenzug darauf antworten.

Q

R

Ranking(-Algorithmus)

Eine mathematische Formel, die für eine Suchanfrage aus der Menge aller relevanten Seiten eine Rangfolge bzw. Ranking-Positionen berechnet. Die Ranking Algorithmen der Suchmaschinen sind (teilweise sehr) unterschiedlich, was dazu führt, dass das Ranking einer Webseite in verschiedenen Suchmaschinen variieren kann. Zweck der Suchmaschinenoptimierung ist es, diesen Effekten soweit wie möglich entgegenzuwirken und ein möglichst hohes Ranking in allen Suchmaschinen zu erzielen. Der bekannteste Ranking Algorithmus ist wohl der google-PageRank Algorithmus, der aus gut 100 Einzelfaktoren besteht.

Reputation Marketing

Der strategische Aufbau und Einsatz der Reputation von Unternehmen, Marken und Produkten für das Marketing. In der Regel werden hier in anderen Elementen des Marketing-Mix Bezüge zur Reputation hergestellt, etwa in einer Kampagne offen oder unterschwellig auf die Reputaion des Unternehmens verwiesen.

RSS

("Really Simple Syndication", zu deutsch etwa „wirklich einfache Verbreitung“) Eine Technik, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Webseite – oder Teile davon – zu abonnieren oder in andere Webseiten zu integrieren. Neu veröffentlichte Inhalte werden dank RSS automatisch in regelmäßigen Abständen auf die Computer (oder andere Endgeräte wie z.B. Handys, PDAs oder mobile Spieleplattformen) des Abonnenten geladen. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format bezeichnet man auch als RSS-Feed.

S

SaaS

("Software as a Service") Eine Methode, Software nach Bedarf bereitzustellen. Über SaaS können z.B.Unternehmen Software-Anwendungen je nach Bedarf über das Web nutzen.

Seeding

Seeding bezeichnet im Marketing allgemein das gezielte In-Umlauf-Bringen verschiedener Dinge (s.u.) an ausgewählten Orten zu strategischen Zwecken. (1) "Trial Seeding" (manchmal auch "Seeding Trial") ist das Verteilen von Produktproben an ausgewählte Verbraucher. Mögliche Ziele sind das Einholen von Feedback zum neuen Produkt oder das Hervorrufen des Hawthorne Effekts. Einige der bekanntesten Produkte, die ihren Erfolg im Wesentlichen Seeding Trials verdanken sind Post-it Notes oder gmail-Accounts. (2) Link Seeding ist insbesondere im Viralmarketing das Platzieren von Links zu viralen Spots an Orten, welche die Zielgruppe häufig konsultiert, sehr oft in Online-Foren. Möglich ist auch das Seeding von Links zu Informationen. (3) Information Seeding ist das Verbreiten von Informationen oder Gerüchten (z.B. über neue Produkte)

Segmentierung

siehe Marktsegmentierung

STRATEGISCHE PLANUNG

Strategische Planung allg. planmäßiges Handeln zwecks Erreichung eines definierten Zieles bei Unsicherheit und Risiko. Zur Formulierung einer Strategie sind folgende Vorbedingungen zu erfüllen 1. Festlegung eines realisierbaren Zieles, 2. Informationsbeschaffung über die wesentlichen Parameter des Handlungsumfeldes 3. Formulierung der Strategie in konkrete Handlungsanweisungen.

SEM

("Search Engine Marketing", bzw. deutsch: "Suchmaschinenmarketing") Umsetzung bestimmter Maßnahmen zur Gewinnung qualifizierter Besucher für eine Webpräsenz über Websuchmaschinen. Dazu gehören Instrumente wie Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung (Sponsored Links, Paid Inclusion). Ziel des Suchmaschinenmarketings ist es, die Webpräsenz bei einer Suchanfrage möglichst schnell gefunden werden zu lassen.

SEO

("Search Engine Optimization"); siehe Suchmaschinenoptimierung

SMO

("Social Media Optimization") Ergänzung der Suchmaschinenoptimierung ("SEO") im Kotext des Web2.0, also die Optimierung von Webseiten, damit diese leichter bei Social-Media-Diensten (Webdienste und Plattformen zum gegenseitigen Austausch von Meinungen, Eindrücken und Erfahrungen, wie Foren, Blogs etc.) aufgenommen werden können. Dies schließt das Anbieten von RSS-Feeds, Einbindung von Flickr-Galerien oder YouTube-Videos genauso ein, wie z.B. das Anbieten von Schaltflächen, um Seiten leichter bei Social-Bookmarking-Diensten aufnehmen zu können.

SOAP

("Simple Object Access Protocol") Ein Kommunikationsprotokoll zum Zugang zu einzelnen Projekten im Internet (also eine exakte Vereinbarung, nach der Daten zwischen Computern bzw. Prozessen ausgetauscht werden, die durch ein Netz miteinander verbunden sind). Es arbeitet mit XML-Syntax, um Textbefehle über das Internet auf Basis von HTTP zu senden. Die Abkürzung SOAP wird jedoch offiziell seit Version 1.2 nicht mehr gebraucht, da es erstens (subjektiv) keineswegs einfach (Simple) ist und da es zweitens nicht (nur) dem Zugriff auf Objekte (Object Access) dient.

Social Bookmarks

(selten auch "Soziale Lesezeichen") Internet-Lesezeichen, die im Intra- oder Internet mit Hilfe einer Browser-Oberfläche von verschiedenen Benutzern durch gemeinschaftliches Indexieren erschlossen und mittels eines RSS-Feeds allgemein zugänglich bereitgestellt werden. Zu den populärsten Anbietern zählen del.icio.us und Furl. Mittlerweile gibt es auch rein deutschsprachige Services, wie z.B. Mister Wong, Netselektor.de, oneview oder alltagz.de.

Social Software

(auch "Soziale Software") Hierbei steht in Abgrenzung zu anderer Software die menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit im Fokus und stellt im weiteren Sinne eine Fortsetzung des Communitygedankens dar. Sie dient dem Aufbau und der Pflege sozialer Netzwerke und Communities und funktioniert weitestgehend mittels Selbstorganisation. Populäre Beispiele für soziale Software im engeren Sinne sind Weblogs, Wikis, Foren, Kontaktbörsen wie Friendster und XING, und spezielle Systeme für konkrete Themen wie zum Beispiels das Sammeln von Fotos (flickr), Bookmarks oder wissenschaftlichen Publikationen. Webangebote können auch als zusätzliche Eigenschaft kommunikative Elemente sozialer Software enthalten; dies ist beispielsweise bei Amazon.com und eBay der Fall. Auch andere Formen der elektronischen Kommunikation (E-Mail, Usenet, Wikis...) lassen sich mit Social Software vergleichen.

Spam Blogs

(auch "splogs" oder "Blam!") sind Weblog-Seiten, die lediglich genutzt werden, um Affiliates (Partnerseiten) mit dem Ziel, deren PageRank zu erhöhen, zu fördern. Sie beinhalten neben genau diesen dafür erforderlichen externen Links oft nur unsinnige Informationen oder Inhalte, die von anderen Webseiten kopiert worden.

Spam in Blogs

(auch "blog spam" oder "comment spam") Eine Form des Suchmaschinen-Spamming, wobei in automatisierten Vorgängen willkürlich Beiträge, die auf kommerzielle Webseiten verweisen, in Weblogs, Wikis, Gästebüchern oder anderen öffentlich zugänglichen online-Diskussionsplattformen gepostet werden.

Spider

(auch "Robots" oder "Crawler") Analyseprogramme, mit deren Hilfe Suchmaschinen Internetseiten nach Informationen absuchen. Neben der Tatsache, dass sie nur Texte lesen können (also keine Bilddateien o.Ä.), kommt hinzu, dass sie diese nur wörtlich aufnehmem, also keine Umschreibungen, hintersinnigen Aussagen etc. vestehen. Spider (von Spinne) hangeln sich dabei über Links durch die gesamte Internetpräsenz, bzw. durch das abzusuchende Web (Netz). Die gefunden Informationen werden von den Suchmaschinen bewertet, woraufhin sie in riesigen Datenbanken archiviert werden (dieser Vorgang wird Volltextindizierung genannt). Anfragen an Suchmaschinen können dann blitzschnell aus dem abgelegten Datenbestand beantwortet werden. Die Spider müssen Seiten je nach deren "Änderungsverhalten" mehrmals täglich analysieren, damit die Auskünfte der Suchmaschinen aktuell bleiben.

Suchmaschinen-Spamming

(auch: "Search Engine Spamming" oder "Index-Spamming"/"Spamdexing") Vorgänge, die bezwecken, dass eine Suchmaschine nach einem Suchvorgang auf den vordersten Plätzen Webseiten vorschlägt, die keine für den User relevanten, bzw keine dem Suchbegriff entsprechenden Informationen enthalten.

Suchmaschinenoptimierung

(auch "SEO" für (engl.) "search engine optimization"): Internetauftritte werden auf bestimmte Suchbegriffe hin optimiert, damit diese in den Ergebnislisten der Suchmaschinen auf den vordersten Positionen zu finden sind. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Zugriffe auf die entsprechende Website zu erhöhen. Die vielfältigen Optimierungsmethoden werden aus der Funktionsweise der Suchmaschinen abgeleitet (z.B. Optimierung des Quelltextes).

Surface Web

Unter dem Begriff "Visible Web" oder "Surface Web" (deutsch: "Sichtbares Web" bzw. "Oberflächen-Web") versteht man denjenigen Teil des World Wide Web, der allgemein zugänglich ist. Es besteht also aus denjenigen Webseiten und Dokumenten, die von konventionellen Suchmaschinen mit Hilfe von WebCrawler über weiterführende Hyperlinks von einer Webseite zu weiteren URLs gelangt, erfasst werden können. So können theoretisch alle erreichbaren Seiten des WWW gefunden werden. Fakt ist jedoch, dass das Surface Web schätzungsweise 400 bis 550 mal kleiner als das Deep Web ist, was bedeutet, dass konventionelle Suchmaschinen lediglich die Spitze eines riesigen und immer weiter wachsenden Eisberges durchsuchen und somit bei der Recherche sichtbar machen.

T

Tag

siehe Tagging

Tagging

Beim Gemeinschaftlichen Indexieren mit Hilfe Sozialer Software spricht man auch von Tagging anstelle von Indexierung und von Tags anstatt von Deskriptoren (bzw. Schlagwörtern, also vorgegebenen Begriffen, die zur Beschreibung eines Objektes ausgewählt werden können)

Thread

(deutsch: Faden, Garn oder Strang) Im übertragenem Sinne kann man den Begriff als "Gedankengang" oder "Diskussionsstrang" erklären, der in virtuellen Diskussionsforen, wie Mailinglisten und Webforen eine hierarchisch organisierte Folge von Diskussionsbeiträgen darstellt. Dabei nimmt jeder Beitrag (natürlich mit Ausnahme des Anfangsbeitrags) Bezug auf eine vorhergehende Nachricht, so dass sich eine Baumstruktur ergibt. Idealerweise wird in einem Thread nur genau ein Thema diskutiert.

TREND

Trend bezeichnet allgemein den zeitlich messbaren Verlauf einer Entwicklung in eine bestimmte, quantitativ zu- oder abnehmende und/oder qualitätive Richtung. In wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Hinsicht sind Trends Veränderungen des Werte- und Verhaltensgefüges der Gesellschaft. In der Marktforschung wird damit die Veränderung und Entwicklung des Konsum- und Verbraucherverhaltens bezeichnet. Der im allgemeinen Gebrauch eher undifferenziert verwendete Trendbegriff hat durch die Systemtheorie und Systemanalyse eine präzise Begriffsdefinition erhalten. Demnach sind insgesamt fünf verschiedene Trendtypen hinsichtlich ihrer Dauer, Ursache und Auswirkung zu unterscheiden. Diese Präzisierung ist vor allem für das Marketing und Trendmanagement von Bedeutung.

U

Unique Visitors

(englisch für "einzelne Besucher") Bezeichnung der Gesamtzahl der Besucher einer Website, also in strenger Abgrenzung zu den "Visits" (Besuchen). Dabei wird jeder Besucher in einem bestimmten Zeitraum nur einmal gezählt, unabhängig davon, wie oft er in diesem Zeitraum die Website erneut aufruft.

UNTERSCHWELLIGE WAHRNEHMUNG

Unterschwellige Wahrnehmung unbewußte Wahrnehmung eines Reizes. Der Reiz erfolgt so schnell, leise oder überlagert, dass er nicht bewußt wahrgenommen wird. Unterschwellige Wahrnehmungen finden auch in sozialen Gefügen - bspw. durch nonvarbale oder implizite Kommunikation - statt und können so das Meinungsklima erheblich beeinflussen.

Usenet

(ursprünglich "Unix User Network") Ein weltweites, elektronisches Netzwerk, das Diskussionsforen (sogenannte "Newsgroups") aller Art bereitstellt. Grundsätzlich kann sich jeder partizipieren. Es wird oftmals mit Schwarzen Brettern verglichen, wobei dieser Vergleich nur einen Teilaspekt des Systems darstellt, da die Kommunikation hierbei in der Regel nur in eine Richtung verläuft. Im Gegensatz dazu ist beim Usenet die Beantwortung einer Nachricht durch eine weitere Nachricht innerhalb desselben Mediums der übliche Weg.

USP

("unique selling proposition") Alleinstellungsmerkmal oder eine herausragende Eigenschaft eines Produktes, mit der ein Vorteil gegenüber der Konkurrenz verbunden ist. Im Marketing und der Verkaufspsychologie das Leistungsmerkmal, mit dem sich ein Angebot deutlich vom Wettbewerb abhebt.

V

VEBLEN-EFFEKT

Veblen-Effekt Form des Käuferverhaltens, bei dem ein hoher Preis zu einer erhöhten Nachfrage führt. Motiv dieses Verhaltens ist die Erwartungshaltung des Konsumenten mit einem Produkt aus dem Hochpreissegment auch eine entsprechend höhere Qualität, ein höheres Prestige u.ä. zu erhalten.

Videoblog

(oder "Vlog", als Kunstwort aus 'Video' und 'Blog', bzw. 'Weblog') Eine Webseite, die periodisch neue Einträge (also wie ein Blog) mehrheitlich oder ausschließlich in Form von Videos enthält.

Viral Marketing

(oder "Virales Marketing", seltener auch "Virus-Marketing", kurz "VM") Eine Marketingform, die existierende soziale Netzwerke ausnutzt, um Aufmerksamkeit auf Marken, Produkte oder Kampagnen zu lenken, indem Nachrichten sich epidemisch, also ähnlich einem Virus ausbreiten. Die Verbreitung der Nachrichten basiert damit also letztlich auf Mundpropaganda, also der Kommunikation zwischen Kunden oder Konsumenten. Primär ist die virale Verbreitung von Marketingbotschaften im Internet (in Foren, Blogs etc.) zu beobachten, da hierbei auf einfachstem Wege verschiedenste Menschen ihre Meinungen und Erfahrungen austauschen können.

Visible Web

siehe Surface Web

Vlog

siehe Videoblog

W

Web 2.0

Die Idee der gemeinsamen Maximierung kollektiver Intelligenz und der Bereitstellung von Nutzwerten für jeden Teilnehmer durch formalisierte und dynamische Informationsteilung und -herstellung. Der Begriff Web 2.0 beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des WWW. Der Hauptaspekt ist hierbei, dass die User im Internet bereitgestellte Inhalte in zunehmendem Maße selbst erstellen, bzw. bearbeiten. Typische Beispiele hierfür sind Wikis, Weblogs sowie Videoblogs und Fotos in den dafür vorgesehenen Portalen.

Webhosting

(englisch für "bewirten") Die Unterbringung von Internetprojekten (z.B. Internetpräsenzen), die sich in der Regel auch öffentlich durch das Internet abrufen lassen. Diese Aufgabe übernehmen Internet-Dienstleistungsanbieter ("Provider" oder "Webhoster"), die Webspeicher, Datenbanken, E-Mail-Adressen etc. anbieten und zum Austausch von Daten über das Internet dienen. Diese Anbieter legen üblicherweise auf Ihren Servern die durch den Kunden hochgeladenen Webseiten ab.

Weblog

(auch "Blog") "Digitales Tagebuch", bzw. eine Webseite, die persiodisch neue Einträge aus einer Mischung von Kommentaren, Netzfunden und Tagebuch-Einträgen enthält. Diese dienen in erster Linie der Unterhaltung, der privaten Meinungsäußerung oder der persönlichen Selbstdarstellung im Internet.

Webmonitoring

Die systematische Suche im Internet nach Firmen-, Marken-, Meinungen-, Personen- und Wettbewerbernennungen mit anschließender Kategorisierung und Archivierung der gefundenen Daten.

Webseite

EINE einzelne Internetseite (z.B. www.domain.de/index.html)

Website

die Gesamtheit aller Seiten einer Domain – alle Seiten bilden also zusammen eine Website.

Wiki

(auch "WikiWiki" und "WikiWeb") Eine im World Wide Web verfügbare Seitensammlung, die von den Usern nicht nur gelesen, sondern auch online bearbeitet und somit verbessert werden kann. Wikis ähneln somit Content Management Systemen. Wie bei Hypertexten üblich, sind die einzelnen Seiten und Artikel eines Wikis durch Links (Querverweise) miteinander verbunden. Der Name stammt von wikiwiki, dem hawaiischen Wort für „schnell“.

WOM

siehe Word of Mouth

Word of Mouth

(deutsch: Mundpropaganda) Eine Art (Produkt-)Promotion, die auf dem Vertrauen basiert, das Menschen ihnen bekannten, aber vielleicht auch anderen themenaffinen Personen entgegenbringen. Sie beruht auf der Annahme, dass Kunden, die mit einem Angebot sehr zufrieden sind, Empfehlungen aussprechen.

Word of Mouth Marketing

(auch "Empfehlungsmarketing", "Empfehlungsmanagement" oder "Mundpropaganda") Eine Art der Produkt-Promotion, die auf dem Vertrauen basiert, das Menschen ihnen bekannten oder anderen themenaffinen Personen entgegenbringen. Sie beruht auf der Annahme, dass Kunden, die mit einem Angebot sehr zufrieden sind, Empfehlungen aussprechen. Ziel der entsprechenden Maßnahmen im Marketing ist es, durch überdurchschnittlich hohe Kundenzufriedenheit ein positives Image aufzubauen und hierüber neue Kunden zu gewinnen und so den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens zu sichern, bzw. zu steigern. Weiterempfehlungen haben einen starken Einfluss auf das Kaufverhalten, da nahezu jeder potentielle Kunde beim Kauf eines Produktes bestimmte Risiken befürchtet.

X

XFN

("XHTML Friends Network") Ein Metadaten-Profil (also ein Datenprofil, das Informationen über andere Daten enthält), um im World Wide Web und in Sozialen Netzwerken persönliche Verbindungen bezüglich bestimmter Links anzuzeigen. Das Profil macht sich das rel -Attribut (von relationship) eines Hyperlinks zunutze, um es Mensch und Maschine zu ermöglichen, persönliche menschliche Kontakte differenziert zu beschreiben und zu erkennen. XFN ist für Autoren von Blogs ein einfacher Weg, ihre persönlichen Kontakte in der Blogroll oder in Linksammlungen zu kategorisieren.

Y

Z

ZUKUNFTSWERKSTATT

Zukunftswerkstatt unrsprünglich von R. Jungk erdachtes Verfahren, um Zielvorstellungen zu formulieren und in konkrete Handlungsstrategien unter Einbeziehung von Entwicklungszenarien umzusetzen. Der Vorteil dieser Methode beruht darauf, dass sie ein allgemein akzeptierbares Forum bieten kann, in dessen Rahmen sich alle Betroffenen und Teilnehmer engagieren können. Bestehende Kritikpunkte kommen dabei ebenso zur Geltung wie Phantasie und Kreativität. Dadurch können leichter Wege für einen allgemeinen Konsens gefunden werden und Optionen eines erfolgversprechenden Handelns können aufgezeigt werden.

ZWEITNUTZEN

Zweitnutzen Merkmal der Produktgestaltung, die einem Produkt neben dem primären funktionalen Nutzen einen zweiten Nutzen gibt (bspw. Verpackungen als Nutz-, Zier- oder Sammelgegenstände).